HL-Bler (12/10HL-B) auf Stippvisite in der Logistikbranche

Bei ihrer Studienfahrt nach Köln machte die 12/10HL-B in ihrem fünften Semester Station beim Dienstleister GS1 Germany, bei der Drogeriekette dm und beim Logistikunternehmen UPS.

Studienfahrt nach Köln der 12/10HL-B - Foto: Milena Schlösser

Studienfahrt nach Köln der 12/10HL-B – Foto: Milena Schlösser

Spannender Blick hinter die Kulissen: Drei große Unternehmen haben die Auszubildenden der Beruflichen Schule für Spedition, Logistik & Verkehr (H14) bzw. Studierenden des Hamburger Logistik-Bachelors (HLB) an der Hamburger Fern-Hochschule HFH ihr logistisches Innenleben vorgestellt – Einblicke, die Außenstehenden in aller Regel verwehrt bleiben. Bei ihrer Studienfahrt nach Köln machte die 12/10 HL-B in ihrem fünften Semester Station beim Dienstleister GS1 Germany, bei der Drogeriekette dm und beim Logistikunternehmen UPS.
Fachlich startete die 12/10 HL-B mit einem Besuch bei GS1 Germany. Das Unternehmen gehört zu einem weltumspannenden Netzwerk, das unter anderem Standards für die Identifikation von Artikeln setzt und damit die Kommunikation entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermöglicht. Mit diesen Standards kommen Konsumenten im täglichen Leben ständig in Berührung – sie stecken zum Beispiel in den Barcodes der Waren. „Die elektronische Identifikation von Gütern und Sendungseinheiten ist die Grundlage für die Steuerung und Automatisierung logistischer Prozesse“, erläutert Muchna, Professor an der HFH. Bei Fachvorträgen und in den multimedialen Live-Komponenten des GS1 Germany Knowledge Centers erfuhren die Studierenden mehr zu einzelnen logistischen Themen und beobachteten anhand des Lebenszyklus einer Mineralwasserkiste beispielhaft eine vollständige Liefer- und Logistikkette.

Foto: dm; Einlagervorbereitung

Foto: dm; Einlagervorbereitung

Foto: dm; Depalettierroboter in der Einlagervorbereitung

Foto: dm; Depalettierroboter in der Einlagervorbereitung

Die Bedeutung und konkrete Anwendung der Identifikations- und Standardisierungslösungen zeigte sich den Studierenden beim anschließenden Besuch des Warenverteilzentrums der dm-drogerie markt GmbH + Co KG in Weilerswist bei Köln. Von hier aus werden dm-Filialen direkt mit den unterschiedlichsten Waren der Hersteller versorgt, damit die Kunden in den Filialen jederzeit die gewünschten Artikel vorfinden. Zu diesem Zweck kommen komplexe technische Logistikanlagen zum Einsatz, die dazu dienen, den Warenfluss optimal zu steuern. Die Studierenden lernten das gesamte dm-Logistikkonzept kennen und erhielten bei einer Führung Einblicke in die Abläufe – von vollautomatischen, robotergesteuerten Prozessen beim Handling von Paletten bis hin zur filigranen Handarbeit, um auch kleinste Wareneinheiten zu bewegen. Auf einer bebauten Fläche von 44.000 Quadratmetern, die auch der Lagerung von Waren und der Kommissionierung von Sendungen dient,  werden täglich rund 3.000 Paletten im Wareneingang und -ausgang bewegt.

Foto: UPS

Foto: UPS

Ein ganz anderer Logistiksektor eröffnete sich den HLBlern beim nächtlichen Besuch auf dem Flughafen Köln-Bonn. Dorthin hatte mit UPS eines der weltweit größten Logistikunternehmen eingeladen, um sein internationales Paket-Sortierzentrum zu besichtigen.

Auch UPS stellte den HL-B-lern zunächst sein Dienstleistungs- und Logistiknetzwerk vor und gab ihnen bei der anschließenden Führung durch die Hallen und über das Flugvorfeld eine Vorstellung von den Dimensionen und Abläufen: Auf dem Köln-Bonner Flughafen landen und starten pro Nacht 37 Frachtflugzeuge für UPS. Sie fliegen die internationalen Gateways und Drehscheiben des Unternehmens an und verbinden so die europäischen mit den asiatischen und amerikanischen Märkten. Kern der Logistikanlage sind vollautomatisierte Sortieranlagen, auf denen die eingehenden Dokumenten- und Paketsendungen auf die Zieldestinationen umsortiert werden. Auf einer Fläche, die insgesamt etwa 15 Fußballfeldern entspricht, können bis zu 190.000 Sendungen pro Stunde sortiert werden. Diese Dimension machte den Teilnehmern klar, welcher logistische Aufwand notwendig ist, um etwa ein wichtiges Dokument oder ein Ersatzteil am nächsten Arbeitstag einem Empfänger in Europa oder am übernächsten Arbeitstag in Nordamerika oder Asien zuzustellen.

Bericht: Claus Muchna, Ergänzungen: Jens Gutermuth

 

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