Abschlussfeier SpedLog Juni 2012

Am Dienstag, den 19. Juni 2012, fand in der Handwerkskammer die Abschlussfeier für die Absolventen zum Kaufmann / zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung statt.

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Am Dienstag, den 19. Juni 2012 fand traditionsgemäß im großen Saal der Handwerkskammer Hamburg die Abschlussfeier für die Absolventen der Sommerprüfung 2012 der Ausbildung zum Kaufmann/ zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung statt.

Die Feier wurde gemeinschaftlich von der Staatlichen Handelsschule Holstenwall – H 14 –als verantwortlicher Berufsschule, Abteilungsleitung Spedition und Logistik und vom Verein Hamburger Spediteure e.V. (VHSp), vertreten durch den stellvertretenden Geschäftsführer, Herrn Stefan Saß, ausgerichtet.

Herr Hans Brandenburg begrüßte als Abteilungsleiter der H 14 die erfolgreichen 120619 Abschluss spedlog007Absolventen der Abschlussprüfung, ihre anwesenden Ausbilder und Angehörigen, die Lehrerinnen und Lehrer der Schule, die Vertreter des Vereins Hamburger Spediteure sowie die beiden Solisten Gerd Bellmann, Klavier, und Ulrich Stiegler, Querflöte. Beide Solisten erhielten für ihre stimmungsvolle musikalische Begleitung großen Applaus.

Herr Brandenburg stellte in seiner Begrüßung den bisherigen Weg der erfolgreichen Absolventen in den Kontext mit einem Zitat von Kurt Marti: „Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge“. Diese Aussage ziele auf Änderungen, die Chancen und natürlich auch Risiken bergen würden. Das Risiko zu gehen und zu schauen sei vermutlich zu hoch; es bestehe Angst vor Verschlechterung. Allerdings durch festhalten und alles so lassen wie es ist, entstehe kein Vertrauen. Vertrauen sei eine innere Stärke, die die Angst nicht ausschalte, aber bekämpfe. Herr Brandenburg lobte die Absolventen, dass sie vor zwei oder zweieinhalb oder drei Jahren aufgebrochen seien und nach geschaut hätten. Sie hätten nun erfolgreich ihre Berufsausbildung absolviert und innere Stärke und Vertrauen gewonnen. Er betonte, dass sie nun voller Vertrauen und mit neuer Kraft wieder einmal gehen sollten, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.

120619 Abschluss spedlog005Für den Vorstand des Vereins Hamburger Spediteure beglück-wünschte Herr Axel Heik, als Mitglied im Vorstand des VHSp und Geschäfts-führer der Firma heikspedition, die an-wesenden Absolventen zum Bestehen der Abschlussprüfung und betonte, dass sie damit eine für ihren weiteren beruflichen Werdegang sehr wichtige Hürde mit Bravour genommen hätten.

Eingangs unterstrich Herr Heik, dass es in der heutigen Zeit Unternehmen brauche, die nicht um jeden Preis möglichst schnell Geld verdienen wollten, sondern Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst seien.

In diesem Kontext dankte Herr Heik allen ausbildenden Betrieben, den Prüfern und Prüferinnen sowie den Lehrerinnen und Lehrern der Berufsschule H14. Sie hätten alle den hier anwesenden ehemaligen Auszubildenden beigestanden, sie ermutigt, motiviert und zur Prüfung geführt. Herr  Heik setzte seine Festansprache fort mit einer Parallele zum Marathonlauf, bei dem es ebenfalls darum gehe, Ausdauer und Leistungsbereitschaft unter Beweis zu stellen. Bei Erreichen des Ziels hieße es dann „je größer die Mühe, desto größer die Freude“.

Mit Blick auf den zukünftigen Werdegang der Absolventen betonte Herr Heik mit einigen grundsätzlichen Worten das zentrale Thema Bildung und Ausbildung in unserer Gesellschaft. Die großen Fragen von Gegenwart und Zukunft des 21. Jahrhunderts würden mit Bildung und Wissen und Nachhaltigkeit zusammenhängen. Das gelte für Deutschland ebenso wie für das Ausland. Längst wüssten wir: Bildung entscheide maßgeblich über die Zukunft jedes einzelnen, aber auch über die Zukunft unseres Gemeinwesens. Bildung sei der wesentliche Schlüssel für eine sozial gerechte, wirtschaftlich erfolgreiche und kulturell vielfältige Gesellschaft. Noch immer sei Bildung und Ausbildung die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Sie sei auch die sicherste Altersvorsorge.

Persönlich riet Herr Heik den jungen Kolleginnen und Kollegen, sich weiter zu entwickeln, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, gerade, weil die Konkurrenz nicht schlafe, und die Wünsche der Kunden einem schnellen Wandel unterworfen seien, müssten wir noch schneller sein. So sei es auch eine gute Chance, sich weiter zum geprüften Verkehrsfachwirt zu qualifizieren. Das habe jeder selbst in der Hand. Sie sollten alle Möglichkeiten nutzen. Ferner bat Herr Heik die Absolventen, bei aller fachlichen Kompetenz bitte nicht die weichen Faktoren zu vergessen: „Bleiben Sie liebenswert!“

Besondere Aufmerksamkeit der Anwesenden erhielt Herr Heik bei seiner Aufforderung zu einem Blick in die Zukunft für die nächsten zehn Jahre. Hierzu offerierte Herr Heik den heutigen (19.06.2012) erfolgreichen Absolventen einen Vorschlag:120619 Abschluss spedlog014

„Und wenn Sie sich heute Gedanken machen, wo Sie sich beruflich in 10 Jahren sehen, so schreiben Sie das morgen auf eine Postkarte auf.

Stecken Sie die Karte in einen Briefumschlag, versehen diesen mit einer voraussichtlich bestandssicheren Anschrift (z.B. Eltern) und senden mir diesen per Post zu. Auf der Rückseite sollte stehen: 19.06.2022 Azubitreff! Denn in 10 Jahren lade ich Sie zu einem Jubiläumstreffen am 19.06.2022 in den Bierkeller der Heik Spedition ein. Schau‘n wir mal, wer seine Karriere exakt vorhergesagt hat!“

Die ehemaligen Auszubildenden und heute jungen Kauffrauen für Spedition und Logistikdienstleitung Sanja Magdeburg und Juliane Werdin – beide HL-B-Studierende – ließen die Ausbildungszeit Revue passieren. Dabei bildete der aktuelle Spielplan der Fußball-Europameisterschaft als Metapher den roten Faden.

120619 Abschluss spedlog006Zunächst begrüßte Frau Juliane Werdin, Fa. SDV Geis (Foto: rechts) Herrn Heik, die Vertreter der Ausbildungsunternehmen, Freunde und Verwandte, Vertreter des VHSp und der HK sowie die Lehrerinnen und Lehrer der Berufsschule H14. Frau Sanja Magdeburg (Fa. Helm AG) gratulierte herzlich ihre jetzigen Kolleginnen und Kollegen zur bestandenen Abschlussprüfung und betonte, dass sie sich nun alle Kauffrau oder Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung nennen dürften. Juliane Werdin dankte den Vertreterinnen und Vertretern der Ausbildungsbetriebe und allen Beteiligten für die Geduld und den Ehrgeiz beim Vermitteln der betrieblichen Praxis und sie dankte den Lehrerinnen und Lehrern der Berufsschule Holstenwall herzlich für das Vermitteln des theoretischen Wissens, welche die Grundlage für den weiteren Berufsweg bilde.

Bevor beide, Juliane Werdin und Sanja Magdeburg, die Ausbildungszeit Revue passieren lassen,  stellte Frau Magdeburg heraus, dass die Absolventen am heutigen Tage – 19. Juni 2012 – im Gegensatz zu den Jungs unserer Nationalelf ihre persönliche Meisterschaft mit dem Bestehen der Prüfungen schon gewonnen hätten.

Sanja Magdeburg startete mit dem Rückblick und erinnerte an den Beginn der Ausbildungszeit – also in der Sprache des Fußballs an die ‚Vorrunde‘. In die Vorrunde seien sie mit Ungewissheit, Nervosität und sehr unterschiedlichen Erwartungen gestartet. Frau Magdeburg erwähnte, dass man sich anfangs mal auf den Arm habe nehmen lassen, wenn man bei einer Reederei wegen eines ‚open-top-reefer-container‘ oder nach der Siegelnummer von einem flatrack anfragen sollte.

Frau Werdin fügte hinzu, dass sie sich zwischen den Trainingseinheiten in der Vorrunde mit Salaten und Frikadellenbrötchen gestärkt hätten.

Nach dem Bestehen der Probezeit hätten sie das Viertelfinale erreicht und durften ihre erste wohlverdiente Trainingspause antreten und neue Energien schöpfen, ergänzte Frau Magdeburg. Anschließend betonte Juliane Werdin, dass sie im Viertelfinale die eine oder andere Exkursion beispielweise in den Hamburger Hafen oder sogar die Studienfahrt nach Rotterdam, Antwerpen und Amsterdam durchführen konnten.

Sanja Magdeburg richtete ihren Blick auf das Halbfinale – die Zwischenprüfung. Man hatte den Kopf mit neuem Wissen gefüllt und konnte dann die nötigen Punkte in der Zwischenprüfung sammeln, um anschließend ins Finale einzuziehen. In den letzten Monaten vor der Abschlussprüfung wurde das Training intensiviert, die Regenerationsphasen wurden kürzer und die Trainer motivierten sie zu Höchstleistungen. Juliane Werdin fügte hinzu, dass die entscheidenden Prüfungstage für alle sehr Nerven zerreißend gewesen seien und dass doch jeder der Absolventen die Prüfung mit Bravour gemeistert habe und sie nun alle Sieger seien.

Abschließend hoben beide hervor, dass sie jetzt einen ersten Abschnitt ihrer Berufsausbildung absolviert hätten und dass für viele von ihnen der Bildungsweg noch lange nicht abgeschlossen sei.

Erwähnt sei, dass sechszehn erfolgreiche Absolventen parallel drei Jahre (sechs Semester) das Betriebswirtschaftsstudium zum Hamburger Logistik-Bachelor (HL-B) studierten. Mit diesem, dem heutigen erfolgreichen Abschluss ist ein erstes wesentliches Ziel in diesem Ausbildungs- und Studiengang erreicht. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass von den sechszehn Auszubildenden drei mit der Note „gut“ und dreizehn mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen haben; von den Absolventen mit der Note „sehr gut“ haben drei das Gesamtergebnis von 98 Punkten erreicht. Nun stehen die sechszehn HL-B-Studierenden vor der Herausforderung, noch zwei Semester Studium parallel zur Tätigkeit als Speditions- und Logistikkaufleute zu bewältigen.

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Herr Heik und Herr Saß für den VHSp ehrten anschließend die erfolgreichen 25 Prüflinge mit einem „sehr gut“ und die 82 Prüflinge mit einem „gut“ im Prüfungsergebnis. Insgesamt haben 300 Auszubildende an der Abschlussprüfung teilgenommen.

Im Bild die Ehrung von Frau

Sanja Magdeburg, Fa. Helm AG.

Frau Amelie Hagemeister (jetzt Fa. Cargo Partner, ehem. Panalpina, aus der Berufsschulklasse 09/81 [Europaklasse]) war dabei mit insgesamt 98 Punkten die Halbjahresbeste aus der Winterprüfung und Friederike Schwenn, (DHL Global Forwarding, aus der Berufsschulklasse 09/10 HL-B) die Halbjahresbeste mit insgesamt 98 Punkten der Sommerprüfung 2012.

Frau Amelie Hagemeister (zweite von links) konnte damit das Stipendium der Akademie Hamburger Verkehrswirtschaft entgegennehmen. Alle erhielten eine vom DSLV e.V., Bonn, gestiftete Urkunde.120619 Abschluss spedlog035

Im Bild die Übergabe des Buchgeschenks an

Claas Schmidt-Riese, Fa. Pohl & Co.

120619 Abschluss spedlog023Herr Brandenburg übergab zusätzlich einen Geschenkgutschein bzw. ein Buchgeschenk aus Spenden für den Schulverein.

Wir möchten uns an dieser Stelle wieder ganz herzlich bei den Spendern unserer den Ausbildungsbetriebe bedanken und uns über weitere Unterstützung für den Schulverein freuen.

Außerdem erhielten die Absolventen die Schrift zum 50jährigen Jubiläum der Staatlichen Handelsschule Holstenwall.

Ihren Abschluss fand die Feier nach weiteren stimmungsvollen musikalischen Beiträgen der beiden Solisten sowie bei Gesprächen und einem kleinen Umtrunk im Foyer der Handwerkskammer Hamburg.

Bericht: Hans Brandenburg                           Fotos: Nils Pramschiefer

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